Bahn fahren heisst Klima schützen
Wussten Sie, dass mit der Bremsenergie von zwei Zügen, die den Gotthard herunterfahren, ein Zug wieder hochfahren kann? Im Verkehrshaus Luzern beleuchtet eine Ausstellung von myclimate die wichtigsten Fakten zur Nachhaltigkeit im Schienenverkehr.
Die im September 2008 eröffnete Ausstellung "Effizient – Zug um Zug" zeigt auf, weshalb das Reisen im Zug besonders klimafreundlich ist. Züge der SBB benötigen 9,2 Kilowattstunden Strom, um einen Fahrgast 100 Kilometer weit zu befördern. Eine Person in einem Auto kommt mit dem selben Energieverbrauch nur rund 14 Kilometer weit. Ein Flugzeug hebt mit dieser Treibstoffmenge nicht einmal ab.
Es liegt an uns, das jeweils passende Verkehrsmittel auszuwählen. Europäische Metropolen wie Paris, London oder Barcelona können anstatt mit dem Flugzeug genau so bequem mit dem Zug erreicht werden. Der Zielbahnhof liegt in der Regel im Stadtzentrum und nicht, wie die meisten Flughäfen, weit ausserhalb. Neben ökologischen Gründen sprechen also auch praktische Überlegungen für den Zug.
Ein Fahrgast der SBB verursacht bei einer durchschnittlichen Zugsauslastung einen Ausstoss von 8 Gramm CO2 pro Kilometer. Dieser entsteht bei der Stromerzeugung und durch die Aufwendungen für Fahrzeuge und Infrastruktur. Der Durchschnittswert im motorisierten Individualverkehr liegt bei 203 Gramm CO2 pro Kilometer.
Kontaktperson
Julia Hofstetter Steger
Bereichsleiterin myclimate Klimabildung
Organisation und Entwicklung
myclimate in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Verkehrshaus Luzern.











